In der gegenwärtigen Landschaftsarchitektur sind neben den traditionellen Inhalten neue Themen wichtig wie Klimaschutz, Ressourcenschonung, demografischer Wandel, Migration und die Gleichberechtigung der Menschen mit Behinderung. Hierbei sind Lösungen in der Landschaftsarchitektur zu finden, die eine ökologische und soziale Stadt unterstützen.

Um hierzu anspruchsvollen Lösungen zu finden, empfiehlt sich meines Erachtens in Konzept und Gestaltung die Erkenntnisse der Umweltpsychologie, der Entwicklungspsychologie und der Wahrnehmungspsychologie zu beachten.

Integration in der Planung

Durch die Integration umweltpsychologischer Aspekte kann ein besseres Verständnis für die Natur und ihre Zusammenhänge vermittelt werden. Durch die Berücksichtigung entwicklungspsychologischer Erkenntnisse können Konzept und Gestaltung gemäß den Bedürfnisse der Menschen in den verschiedenen Lebensphasen adäquat baulich umgesetzt werden. Und durch die Einbindung der wahrnehmungspsychologischen Gesetzmäßigkeiten bzw. der Angewandten Gestaltpsychologie können die Inhalte treffender vermittelt und somit eindeutiger verstanden werden.

Verständlichkeit für ALLE

Um die Entwurfsidee den Nutzern wirkungsvoll mitzuteilen bzw. eindeutig verständlich und sinnlich erlebbar zu machen, wird in der Ausgestaltung die gleichzeitige Wahrnehmbarkeit über mehrere Sinne berücksichtigt. Hierbei wird auf eine Verständlichkeit für Alle besonders geachtet. Deshalb wird die ortsspezifische Freiraumgestaltung in ihrer individuellen Raumfolge und Gestaltqualität zusätzlich unter Beachtung der gestaltpsychologischen Gesetzmäßigkeiten überprüft und verifiziert.

Ihr Nutzen ist

  • Wirkungsvollere Entwicklung von Planungsinhalten und Entwurfsideen
  • Finden von am Menschen optimierten Ausgestaltungen
  • Verständlichere Vermittlung von Informationen
  • Bessere Orientierung der Nutzer
  • Planungssicherheit bezüglich ganzheitlicher Barrierefreiheit.

Das Ziel

Im Außenraum ist das Ziel, ALLEN die Zugänglichkeit, Teilhabe und positive Erlebbarkeit des Lebensumfeldes zu ermöglichen durch

  • Mehrgenerationentauglichkeit (Bedürfnisse in den Lebensphasen)
  • Behindertengerechtigkeit (Bedürfnisse gemäß Fähigkeiten und Ressourcen)
  • Angewandte Gestaltpsychologie (Gesetzmäßigkeiten der Sinneswahrnehmung)

Selbstverständlichkeit dabei ist

ein hoher gestalterischer Anspruch i. S. der BauKunst unter Einbeziehung der Wahrnehmungspsychologie, wobei drei Aspekte relevant sind

  • Baukultur
  • Selbsterklärende Nutzbarkeit
  • Erlebnismehrwert durch Mehr-Sinne-Wirkung

Der Schwerpunkt der Tätigkeit

Dies sind die Leistungsphasen 1 bis 5 (von der Grundlagenermittlung bis zur Ausführungsplanung) und künstlerische Oberleitung.

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Schematische Darstellung zum Thema Sinne bestehend aus sechs einzelnen Graphiken. Auge für Sehen (visuell), Körper für Bewegung (kinästhetisch), Sonne für Temperaturen fühlen (thermisch), Nase für Riechen (olfaktorisch), Hand für Objekte tastend erfühlen (taktil / haptisch) und Ohr für Hören (auditiv). Stadt-Land-Mensch | Barrierefreier Städtebau und Außenraum