Der demographische Wandel sowie die Europäische Union und die Globalisierung bedingen insgesamt, dass die Gesellschaft älter, bunter und heterogener wird. Ein Wohnumfeld für ALLE ist ein partnerschaftlich integratives Wohnumfeld für Familien, Kinder, Senioren, Menschen mit Behinderungen, egal ob deutscher oder ausländischer Herkunft. Es zeichnet sich gemäß der Prinzipien des Universal Design in seiner Qualität aus wie folgt:

  • Konzept und Ausgestaltung ist für Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten von identischem oder gleichwertigem Nutzen (Breite Nutzbarkeit).
  • Gestaltungsmerkmale unterstützen unterschiedliche individuelle Vorlieben und Möglichkeiten (Flexibilität im Gebrauch).
  • Funktionen und Bestimmungen von Bauteilen sind einfach und intuitiv erkennbar, unabhängig von Kenntnissen, Sprachfähigkeiten oder momentaner Konzentration des Nutzenden (Einfache und intuitive Handhabung).
  • Gestalteter Raum bietet eine gute Wahrnehmbarkeit notwendiger Informationen, unabhängig von Umgebung oder von sensorischen Fähigkeiten der Nutzenden; wichtige Informationen sollten mind. zwei Sinne ansprechen wie Tasten, Sehen, Hören (Sensorische Wahrnehmbarkeit von Informationen).
  • Architektur, Stadtraum und Außenraum minimiert Risiken und negative Konsequenzen zufälliger und unbeabsichtigter Aktionen (Fehlertoleranz).
  • Bauteile können effizient, komfortabel und mit einem Minimum an körperlicher Ermüdung benutzt werden. Die Beibehaltung der gewohnten Körperhaltung wird ermöglicht (Geringer körperlicher Kraftaufwand).
  • Räume sind durch ausreichend Platz bzw. angemessener Größe/Höhe unabhängig von der Größe des Nutzenden, dessen Haltung oder Beweglichkeit erlebbar (Erreichbarkeit, Zugänglichkeit und Bedienbarkeit).

Foto von verschiedenen bunten Spielsteinen. | Stadt-Land-Mensch | Barrierefreier Städtebau und Außenraum